Transferprojekt zu Unterrichtsstrategien, heterogenen Lerngruppen und digitaler Teilhabe

Das Transferprojekt Teaching Strategies untersucht, wie Erkenntnisse aus den DEEP-Projekten für die Gestaltung vielfältiger und digital geprägter Lernumgebungen nutzbar gemacht werden können. Im Zentrum stehen reflexionsanregende und praxisnahe Unterstützungsangebote sowie die Frage, über welche Formate und Schnittstellen diese nachhaltig in die Unterrichtspraxis und Professionalisierung von Lehrpersonen eingebunden werden können.

Teaching Strategies: Wissen zwischen Forschung und Unterricht gestalten

Schulklassen sind vielfältig: Schüler:innen bringen unterschiedliche Vorkenntnisse, sprachliche Voraussetzungen und Lerngeschwindigkeiten mit. Gleichzeitig verändert die Digitalisierung die Bedingungen des Lernens und Lehrens. Unterschiedliche Aufgaben, Lernwege und Materialien sowie digitale und analoge Lernräume eröffnen neue Möglichkeiten, können aber auch die Komplexität des Unterrichts erhöhen. Damit gewinnt die Frage an Bedeutung, wie Unterricht so gestaltet und kommuniziert werden kann, dass Schüler:innen auch in komplexen Lernumgebungen Orientierung finden.

Das Transferprojekt Teaching Strategies untersucht, welche Unterrichtsstrategien Lehrpersonen dabei unterstützen können, vielfältige und digital geprägte Lernumgebungen verständlich und lernförderlich zu gestalten. Ausgangspunkt sind Erkenntnisse aus den DEEP-Projekten sowie Gespräche mit Lehrpersonen. Dabei geht es unter anderem darum, wie Lernziele, Lernwege, Aufgaben und Unterstützungsangebote so strukturiert und kommuniziert werden können, dass sie für Schüler:innen nachvollziehbar sind.

Ziel des Projekts ist es, die Erkenntnisse aus DEEP zu bündeln und zu untersuchen, welche konkreten und übergeordneten Unterrichtsstrategien sich daraus ableiten und auf unterschiedliche Klassen, Fächer und schulische Kontexte übertragen lassen. Im ersten Schritt sollen die daraus entwickelten Angebote Lehrpersonen dabei unterstützen, die eigene Unterrichtspraxis zu reflektieren und aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten. Daran anknüpfend werden Materialien, Werkzeuge und Unterrichtsideen entwickelt, die konkrete Möglichkeiten für die Gestaltung des Unterrichts aufzeigen. Erste Gespräche mit Lehrpersonen weisen insbesondere auf einen Bedarf an praxiserprobten Angeboten hin, die sich mit überschaubarem Aufwand einsetzen und flexibel an unterschiedliche Unterrichtssituationen anpassen lassen.

Gleichzeitig stellt sich die Frage, wie, wann und an welchen Stellen wissenschaftliche Erkenntnisse und Unterstützungsangebote sinnvoll an die Praxis anschliessen können. Teaching Strategies untersucht deshalb sowohl geeignete Unterstützungs- und Weiterbildungsformate als auch mögliche Schnittstellen, an denen diese Angebote Lehrpersonen erreichen und Reflexions- und Entwicklungsprozesse anregen können. Im Fokus stehen dabei insbesondere kurze und flexible Formate, die sich gut in den Schulalltag und bestehende Strukturen der Professionalisierung integrieren lassen.

Methodisch orientiert sich das Projekt am Design-Based Research (DBR). Die entwickelten Ansätze und Angebote werden in iterativen Zyklen entwickelt, erprobt, reflektiert und weiterentwickelt. In diesen Prozess fliessen unterschiedliche Perspektiven ein – insbesondere von Lehrpersonen sowie von Expert:innen aus der Weiterbildung und der Professionalisierung von Lehrpersonen. Auf diese Weise sollen wissenschaftliche Erkenntnisse aus den DEEP-Projekten gemeinsam mit der Praxis in reflexionsanregende, anschlussfähige und praxistaugliche Angebote für Unterricht im digitalen Wandel übersetzt werden.

Dr. Lea Braun

PHZH

Project Lead

Info

Nach ihrem Studium der Sprach- und Kommunikationswissenschaften sowie der Migrations- und Medienpädagogik in Marburg und Köln war Lea wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe für Medienpädagogik und Mediendidaktik an der Universität zu Köln. Von 2019 bis 2024 war sie Projektleiterin für digitale Lernmedien beim Lehrmittelverlag Zürich (LMVZ), wo sie die Digitalisierung von Lehrmaterialien für naturwissenschaftliche Fächer sowie für Medien und Informatik leitete. Darüber hinaus war sie für die Entwicklung eines neuen Lehrmittels für das Fach Englisch auf der Primarstufe zuständig.

Maria Görlich

PHZH

Project Member

Anna Janka

PHZH

Project Member